Neuer Glanz

Kirchenrenovierung in Heiligenrode

Es ist eine deutlich sichtbare Tatsache: die Kirchenbänke sind abgenutzt! Der Fußboden auch!  Der Kirchenraum  ist unansehnlich geworden. Die Wände brauchen einen neuen Anstrich, ebenso die Decke; Kerzenruß und Staub haben ihnen im Laufe der letzten 30 Jahre zugesetzt und einen Grauschleier auf alles gelegt. Der Kirchenvorstand hat beschlossen: es soll etwas geschehen! Dabei hat er jedoch nur an eine Renovierung gedacht, keinesfalls an eine komplette Umgestaltung wie in Sandershausen. Denn für die Heiligenröder Kirche ist ja bei der letzten Renovierung eine künstlerische Gesamtgestaltung umgesetzt worden. Der Bauausschuss hat also eine Bestandsaufnahme gemacht und prüfen lassen, was genau eigentlich notwendig ist. Die gute Nachricht: Elektrik und Heizung können bleiben. Die schlechte Nachricht: Die Turmeindeckung ist sehr schadhaft; sie muss zu allererst drankommen, damit es nicht auf neue Farbe im Innenraum sogleich durchregnet.  Für die Erneuerung der Verschieferung auf der obersten Turmspitze muss ein Gerüst gestellt werden, das allein kostet etwa 20.000 Euro.

Wenn man ein so kostspieliges Gerüst braucht, ist zu überlegen, ob auch weitere Arbeiten an Turm und Fassade mitgemacht werden sollten. Das Fachwerk könnte doch auch einen Anstrich gebrauchen, oder? Und die weiter unten gelegene Verschieferung hält nicht mehr lange. Und was ist  mit den Verschalungen und Ortgängen? So kam bisher eins zum anderen.

Der Kirchenvorstand hat inzwischen einen Architekten beauftragt. Dipl-Ing. Helmut Spitze aus Spangenberg, mit dem der Bauausschuss bei der Renovierung der Sandershäuser Kirche sehr gute Erfahrungen gemacht hat, hat die Baumaßnahme jetzt übernommen. Im Frühjahr 2015 sind Genehmigungsanträge  beim Landeskirchenamt gestellt worden und Zuschüsse beantragt worden. Die Gesamtkosten belaufen sich nach der ersten Schätzung auf 100.000 Euro für außen und 70.000 Euro für innen, und eines zeichnet sich schon deutlich ab:  Spenden könnten wir sehr gut gebrauchen! Zur Zeit hoffen wir, dass  –  wenn die Finanzierung sichergestellt ist und unseren Anträgen stattgegeben wird –  im Sommer 2016 mit der Renovierung begonnen werden kann.

Im Sommer 2016 konnte der Turm saniert werden: der Dachstuhl wurde ausgebessert und die Schiefer-Eindeckung erneuert. Zwischenzeitlich hat der Förderkreis rund 40.000 Euro Spenden gesammelt und sie in die Verdoppelungs-Aktion des Kirchenerhaltungsfonds eingebracht. Somit ist nun auch die Finanzierung der Innenarbeiten gesichert. Der Bauausschuss mit Architekt Spitze ist mit Planungsabreiten beschäftigt, und nach den Konfirmationen 2017 – also Ende Mai – soll auch dieser zweite Bauabschnitt durchgeführt werden. Wir sind gespannt!

Almut Krotz